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MOBARM - Der mobile dritte Arm:
Situationen lassen sich nicht immer ändern, aber gestalten!
Wissenswertes zum praktischen Hilfsmittel MOBARM für Plexusparese-Patienten [geburtsbedingt, Unfallverletzung oder Folge eines Schlaganfalls] finden Sie unter www.mobarm.de oder rufen Sie die Info-Hotline unter 089 / 89 39 80 76 an.


Der Unfall im Mai 1997

Am Pfingstmontag 1997 verunglückte ich bei einer Motorradtour in Österreich mit schweren Folgen.
In einer engen Talkurve kam mir ein anderer Motorradfahrer entgegen und dabei berührten sich unsere Vorderräder. Durch diese Berührung wurde uns beiden jeweils das Vorderrad nach links verrissen, was in meinem Fall zu einem Plexusausriss führte. An meinem linken Arm wurden vier Nervenbahnen komplett abgetrennt und eine Nervenbahn angerissen. Nach dem Unfall wurde ich mit dem Hubschrauber in die Unfallklinik nach Kempten geflogen, wo noch ein paar kleine Knochenbrüche und Verletzungen verarztet wurden.

Die Diagnose: Plexusparese

Anfangs konnte noch keiner sagen, ob diese mir bis dahin unbekannte Plexusparese vorlag. Erst nach ein paar Tagen, wies mich ein Arzt auf die Möglichkeit dieser Verletzung hin. Zur Klärung der genauen Verletzung wurde ich an das Krankenhaus nach Günzburg verwiesen. Dort wurde ich mehrfach und auf unterschiedlichste Weise durchleuchtet. Doch leider können Nervenbahnen nicht mit den herkömmlichen Methoden sichtbar gemacht werden. Um das Ausmaß der Schädigung in meinem Nervensystem beurteilen zu können, wurde ich im Bereich der Halswirbel operiert. Nach dieser OP konnte mir genau erklärt werden, welche medizinischen Möglichkeiten es gibt und welchen Erfolg sich die Ärzte davon erhofften. Mit dieser Information habe ich mich an verschiedenen anderen Kliniken erkundigt, welche Hilfe ich dort erwarten konnte.

 

Letzendlich habe ich mich entschieden, diese schwierige Operation in Günzburg machen zu lassen. Bei diesem operativen Eingriff wurden die vier abgerissenen Nervenbahnen wieder erfolgreich angenäht. Inzwischen hing der linke Arm allerdings ungefähr 10 cm aus dem Schultergelenk heraus. Etwa 1 ½ Jahre nach der Operation begannen die Muskeln in der Schulter wieder zu arbeiten und etwa 2 Jahre nach der OP war der Arm wieder soweit in der Schulter, wie vor dem Unfall.

 

In dieser Zeit bin ich 7 bis 9 Mal pro Woche zur Krankengymnastik und Massage gegangen. Inzwischen funktioniert die Schulter bis auf ein paar Kleinigkeiten fast wieder normal, nur das Heben des Armes über den Kopf wird wohl nicht mehr möglich sein.
Mein Leben ging zum Glück weiter und nach dem Motto "Situationen lassen sich nicht immer ändern, aber gestalten" suchte ich nach Hilfsmitteln, die die alltäglichen Aufgaben meines linken Armes übernehmen können.

©  Christian Wörz | Parkstraße 43 82131 Gauting bei München | Info-Hotline: 089 - 89 39 80 76 | www.mobarm.de